Pres­se­kon­fe­renz Greenschoolenergy

1 HTL1 Lastenstraße Projektteam - Robert Klinglmair, Helene Plesiutschnig, Alexander Krainer, Michael Archer, Frank Frey, Wolfgang Hafner, Foto StadtKommunikation Rosenzopf

Im Kampf gegen den Kli­ma­wan­del star­tet Kla­gen­furt ein Vor­zei­ge­pro­jekt in Öster­reich. Um knapp eine Mil­li­on Euro wird die HTL1 Las­ten­stra­ße in ein “Ener­gie-Kraft­werk” ver­wan­delt. Es lie­fert wich­ti­ge Erkennt­nis­se für die künf­ti­ge Aus­rich­tung des Kli­mas. Damit soll die Zahl der Hit­ze­ta­ge redu­ziert wer­den. Eben­so wird an der HTL1 die ers­te Wet­ter­sta­ti­on im inner­städ­ti­schen Bereich installiert.

In allen Städ­ten Euro­pas schril­len die Alarm­glo­cken — auch in Kla­gen­furt. „Anhand unse­rer lang­fris­ti­gen Berech­nun­gen sehen wir, dass sich allein in unse­rer Stadt die Zahl der Hit­ze­ta­ge bis zum Jahr 2100 von der­zeit 16 auf 55 Hit­ze­ta­ge pro Jahr erhö­hen wird. Damit wür­de sich die Lebens­qua­li­tät mas­siv ver­schlech­tern“, betont Pro­jekt­lei­ter Dr. Wolf­gang Haf­ner, Lei­ter der Abtei­lung für Kli­ma- und Umwelt­schutz in der Landeshauptstadt.

Daher star­tet Kla­gen­furt ein umfas­sen­des Pilot­pro­jekt zur Erfor­schung des Kli­mas, das auch als Vor­bild für ande­re Städ­te die­nen wird. Die HTL1 Las­ten­stra­ße wur­de dafür nicht zufäl­lig als Stand­ort aus­er­ko­ren. Haf­ner: „Hin­ter der Glas­fas­sa­de der Schu­le wer­den im Som­mer Tem­pe­ra­tu­ren bis zu 60 Grad erreicht.“

Bereits der Name GREEN­sChOOL­ENER­GY gibt einen Hin­weis dar­auf, was mit dem Pro­jekt alles ver­bun­den ist. Er steht für ein grü­nes Kli­ma (=green), mehr Abküh­lung (=cool) und nach­hal­ti­ge Energie.

Am Schul­stand­ort kommt es zu umfas­sen­den Maßnahmen:

Auch die HBLA Pit­zel­stät­ten und die Land­wirt­schaft­li­che Fach­schu­le Ehren­tal wer­den sich mit ihrem Know­how einbringen.

„Die Schü­ler der Stadt sind also aktiv in das Pro­jekt ein­ge­bun­den. Für ihre Genera­ti­on machen wir das auch, denn es geht ja um das Kli­ma der Zukunft“, so Haf­ner, der betont, dass wei­te­re kli­ma­freund­li­che Pro­jek­te in der Stadt bereits in Pla­nung bzw. im Ent­ste­hen sind – mit Ver­weis auf Hi Har­bach, das Ring­quar­tier oder das ehe­ma­li­ge Neuner-Areal.

Wet­ter­sta­ti­on der ZAMG im inner­städ­ti­schen Bereich

Zudem kommt es erst­mals zur Ein­rich­tung einer offi­zi­el­len Wet­ter­sta­ti­on der Zen­tral­an­stalt für Meteo­ro­lo­gie und Geo­dy­na­mik (ZAMG) am Schul­stand­ort. Haf­ner: „Sie kann uns wert­vol­le Erkennt­nis­se zur Ent­wick­lung des Kli­mas im inner­städ­ti­schen Bereich auf­ge­ben — um zu sehen, wie wir das Kli­ma in der Stadt ver­bes­sern kön­nen. Lang­fris­tig wol­len wir der­ar­ti­ge Pro­jek­te auch auf ande­ren Gebäu­den der Stadt zur Umset­zung bringen.“

„Das Pro­jekt hat eine gro­ße kli­ma­po­li­ti­sche Bedeu­tung“, betont auch der Kla­gen­fur­ter Umwelt­re­fe­rent Frank Frey. „Wir sind sehr froh, dass wir mit der Stadt und den Stadt­wer­ken unser Know­how ein­brin­gen kön­nen. Damit zei­gen wir ein­mal mehr, in wel­che Rich­tung es in Zukunft in der Stadt gehen wird – in Rich­tung mehr Grün­raum­ge­stal­tung und kli­ma­freund­li­ches Wohnen.“

Neue Erkennt­nis­se für Photovoltaik-Technologie

„Es ist ein Win-Win-Win-Pro­jekt. Wir erwar­ten uns wich­ti­ge Erkennt­nis­se und Erfah­rungs­wer­te für die künf­ti­ge Gewin­nung und Bereit­stel­lung von umwelt­freund­li­cher Ener­gie. Ins­be­son­de­re auch, was die Kom­bi­na­ti­on von Pho­to­vol­ta­ik-Anla­gen und Grün­flä­chen betrifft. Denn durch die Grün­flä­chen kommt es zur Küh­lung vor Ort, was die Ener­gie­ef­fi­zi­enz und –gewin­nung erhö­hen wird“, so Dipl.-Ing. Alex­an­der Krai­ner von den Stadt­wer­ken Kla­gen­furt.

Vor­bild für ande­re Städte

„Es ist ein Refe­renz­pro­jekt für vie­le ande­re Städ­te. Wir sind sehr stolz, dass wir als Schu­le von einem der­ar­tig hoch­ka­rä­ti­gen Kon­sor­ti­um aus­ge­wählt und unter­stützt wer­den. Die Umwelt- und Wet­ter­da­ten wer­den in Echt­zeit an die Stadt gelie­fert wer­den. Man kann also wirk­lich sehen und spü­ren, was hier alles pas­siert“, so HTL1-Direk­tor Dr. Micha­el Archer.

Auch die Kärnt­ner Bil­dungs­di­rek­ti­on freut sich über die neue GREEN­sChOOL­ENER­GY. „Unter den Schü­le­rin­nen und Schü­lern wird der Kli­ma­schutz immer stär­ker the­ma­ti­siert. Und man sieht, es sind nicht nur lee­re Wor­te, son­dern es wer­den im Schul­be­reich vie­le inno­va­ti­ve Pro­jek­te auf die Bei­ne gestellt“, so der Kärnt­ner Bil­dungs­di­rek­tor Robert Klinglmair.

„Beson­ders freut mich in die­sem Fall auch, dass eine enge Koope­ra­ti­on zwi­schen einer Bun­des­schu­le und der Lan­des­haupt­stadt mög­lich wur­de. Es ist ein gro­ßer Wurf gelungen.“

Die Gesamt­kos­ten für die neue GREEN­sChOOL­ENER­GY belau­fen sich auf 943.247 Euro – wobei 487.218 Euro durch För­der­mit­tel von der öster­rei­chi­schen For­schungs­för­de­rungs­ge­sell­schaft (FFG) bereit­ge­stellt werden.

Pro­jekt­part­ner

Die betei­lig­ten Pro­jekt­part­ner sind die Lan­des­haupt­stadt Kla­gen­furt am Wör­ther­see durch die IPAK GmbH (Inter­na­tio­nal Pro­ject Manage­ment Agen­cy Kla­gen­furt), der Ver­ein zur För­de­rung der HTL1 Kla­gen­furt Las­ten­stra­ße, das For­schungs- und Inno­va­ti­ons­la­bor GRÜN­STATT­GRAU, die Stadt­wer­ke Kla­gen­furt AG sowie die CITY­GREEN Gar­ten­ge­stal­tung GmbH.

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